Alpi Aviation · Italien
Pioneer 300 / 300 Griffon
2 Inserate verfügbar
Marktpreise
Minimum
185.000 €
Durchschnitt
185.000 €
↑ SteigendMaximum
185.000 €
Baujahre 2019–2025 · 2 Inserate ausgewertet
Über die Pioneer 300 / 300 Griffon
Der Pioneer 300 ist der Reise-Tiefdecker von Alpi Aviation, der Pioneer 300 Griffon dessen Komfortversion: gleiche Holz-Composite-Zelle, aber breitere und höhere Kabine mit großzügiger Schulter- und Kopffreiheit, elektrisch verstellbare Sitze, schallgedämmtes Interieur, vergrößerter Gepäckraum und ein Cockpit neuer Generation. Beide Baureihen stehen gemeinsam im DAeC-Kennblatt 66187, das seit Ausgabe 1 vom 10.09.2021 600 kg Abflugmasse zulässt (aktuell Ausgabe 3 vom 25.07.2023, die den 912 iS und weitere Propeller ergänzt) – sowohl mit Festfahrwerk als auch mit Einziehfahrwerk. Weil das Kennblatt beide ohne technische Trennung führt, behandelt diese Seite den Basis-300 (in Inseraten auch als „300FG“ mit Festfahrwerk) und den Griffon zusammen.
Das Kennblatt unterscheidet zwei Flügel: die Baureihe S mit 7,54 m Spannweite und 10,0 m² Fläche und die Baureihe N mit 8,15 m und 10,9 m². Motorseitig sind der Rotax 912 ULS/ULS2, der eingespritzte 912 iS/iSc Sport (je 73,5 kW) und der Turbomotor Rotax 915 iS3 A mit 104 kW zugelassen – der 915 allerdings ausschließlich in Kombination mit dem Kurzflügel und Einziehfahrwerk. Inserate wie „Pioneer 300 GRIFFON 912iS“, „Pioneer 300 Griffon (600KG)“ oder „Pioneer 300FG“ beschreiben genau diese Konfigurationsvielfalt. Wichtig: Das Kennblatt schließt eine Auflastung bestehender Zulassungen aus, die 600 kg gelten nur für neu nach diesem Stand zugelassene Flugzeuge.
Die Flugleistungen liegen in der oberen Liga der UL-Reiseflugzeuge. Der Musterbetreuer nennt 250 km/h Reisegeschwindigkeit bei 75 %, rund 14 l/h Verbrauch, etwa 1.200 km Reichweite, eine Gleitzahl von 13:1 und 1.300 ft/min Steigen; eine Verkaufsanzeige des Herstellerprofils auf dem Marktplatz AvPay differenziert 1.300 ft/min bei 525 kg gegenüber 1.100 ft/min bei 600 kg und nennt 140 m Startrollstrecke bei 525 kg, 190 m bei 600 kg (nicht kennblattgeprüft). Für den Rotax 915 iS nennt dieselbe Anzeige 315 km/h Höchstgeschwindigkeit und 23.000 ft Dienstgipfelhöhe; der deutsche Musterbetreuer gibt dagegen 5.000 m/16.500 ft an, und Kennblatt 66187 legt überhaupt keine Dienstgipfelhöhe fest. Zulässig sind laut Kennblatt bis zu 320 km/h VNE beim Kurzflügel – der Musterbetreuer selbst gibt konservativere 280 km/h an, ein Widerspruch, der beim konkreten Flugzeug über Kennblatt und Flughandbuch zu klären ist.
Stärken sind das hohe Reisetempo bei kleinem Verbrauch, 226 l Gepäckraum, nach Kennblatt bis zu 140 l Tankkapazität in der Ausrüstungsvariante mit 2 × 54 l Flächentanks plus 32 l Rumpftank (Grundausführung 2 × 40 l), die geräumigere Griffon-Kabine und die niedrigen Lärmwerte (59,5 bis 67,0 dB(A) je nach Motor-Propeller-Kombination, Grenzwert 70,0 dB(A)); als maximale Flugdauer nennt das Hersteller-Datenblatt 5,5 h mit den 2 × 54-l-Flächentanks. Schwächen: Holz-Composite verlangt eine trockene Halle und sorgfältige Kontrolle, das Einziehfahrwerk erhöht Wartungsaufwand und Versicherungsrisiko, die zulässige Sitzlast bleibt bei 110 kg pro Platz, und die Leermasse ist im Kennblatt nicht festgelegt – die tatsächliche Zuladung steht nur im Wägebericht des jeweiligen Flugzeugs.
Die 300er-Familie richtet sich an Piloten, die ihr UL wirklich als Reiseflugzeug nutzen: Strecken quer durch Europa, zwei Personen mit Gepäck, hohes Tempo bei überschaubarem Verbrauch. Der Griffon setzt dabei auf Kabinenkomfort, der Basis-300 mit Festfahrwerk auf einfachere Technik; wer nur Platzrunden fliegt, ist mit der Pioneer 200 oder dem Kite besser bedient. Die Preisstatistik oben auf dieser Seite berechnet Minimum, Durchschnitt und Maximum live aus den aktiven Angeboten.
Technische Daten
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